Impfungen

Impfungen

Die größten Erfolge bei der Verhütung von ansteckenden Krankheiten werden mit Impfungen erzielt.

Die Kinderlähmung (Poliomyelitis) konnte, wie kaum eine andere Infektionskrankheit zuvor, binnen weniger Jahre in Österreich vollkommen ausgerottet werden. Dennoch muss weiterhin gegen Kinderlähmung geimpft werden, da diese Infektion noch aus anderen Ländern eingeschleppt werden kann. Die Impfung gegen Kinderlähmung wird in der Schule (ab Schuljahr 2010/11) in der 3. oder 4. Schulstufe in Kombination mit Diphtherie-Tetanus und Keuchhusten angeboten und soll im Erwachsenenalter alle zehn Jahre wiederholt werden.

Diphtherie: ist eine Infektion der Nase und des Rachens, gelegentlich auch der Haut, mit Diphtherie-Bakterien, deren Toxine (Giftstoffe) sich über den ganzen Körper verbreiten und schwere Schäden hervorrufen können. Es kann zu Atemnot, Herz-Kreislauf-Störungen, zu Lähmungen und zu Nierenschädigungen kommen. Eine bis zwei von zehn Diphtherie-Erkrankungen endet tödlich.

Tetanus (Wundstarrkrampf): wird hervorgerufen durch Infektion einer Wunde mit Tetanusbakterien, die in Erde und Staub vorkommen. Die Bakterien bilden in der Wunde ein Gift (Tetanustoxin), das Krämpfe der Körpermuskulatur hervorruft. Drei von zehn an Tetanus erkrankten Personen sterben. Auch kleinste Verletzungen können eine Infektion zur Folge haben.

Pertussis (Keuchhusten) ist eine Krankheit, die besonders für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich ist, weshalb diese im Vorschulalter gegen diese Infektionskrankheit geimpft werden. Da der Impfschutz jedoch mit der Zeit nachlässt ist eine Auffrischungsimpfung der Jugendlichen und Erwachsenen wichtig, damit diese nicht ungeimpfte Säuglinge anstecken.

Hepatitis B (Serumhepatitis): wird durch Hepatitis-B virushältiges Blut und andere Körperflüssigkeiten (z.B. Speichel) übertragen und zwar sowohl durch direkten Kontakt einschließlich Geschlechtsverkehr, als auch indirekt durch kontaminierte Gegenstände verschiedenster Art wie Zahnbürsten, Rasierklingen, Kanülen, Akupunkturnadeln und Tätowierbesteck. Auch infizierte Mütter übertragen das Virus bei der Geburt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Neugeborene.

Bei der Hepatitis B handelt es sich um eine Erkrankung mit unterschiedlichstem Verlauf. So kann die Erkrankung mit Gelbsucht einhergehen, ohne äußere Symptome ablaufen, schwerste Verlaufsformen zeigen oder chronisch werden. Im mitteleuropäischen Raum verlaufen 0,5 bis 1% der Infektionen dramatisch mit tödlichem Ausgang. Die Krankheit verläuft umso dramatischer, je jünger die betroffene Person ist.

10% der Erkrankten (von unbehandelten Säuglingen bis zu 90%) bleiben lebenslang Virusträger, was gleichbedeutend mit einem chronischen Verlauf der Erkrankung ist. In der Folge führt dies entweder zu einer Leberzirrhose, die in 1% der Fälle tödlich endet, oder bei 1% der Fälle zu einem primären Leberkarzinom.

In der Schule wird diese Impfung in der sechsten und siebten Schulstufe angeboten. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Teilimpfungen.

Alter Impfung
ca. 10. Lebensjahr Diphtherie-Tetanus-Polio-Pertussis
ca. 12. Lebensjahr Hepatitis B
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