Ganztägige Schulformen

Führung von Nachmittagsgruppen

Wann kann eine Nachmittagsgruppe geführt werden?

Die Tagesbetreuung ist jedenfalls ab einer Mindestzahl von 15 angemeldeten Schülerinnen und Schülern, bei sonstigem Nicht-Zustandekommen einer schulischen Tagesbetreuung auch bei schulartenübergreifender Führung bereits ab zwölf angemeldeten Schülerinnen und Schülern einzurichten.

Bei nur tageweiser Anmeldung zur Tagesbetreuung muss diese Mindestzahl an mindestens drei Tagen einer Woche erreicht sein. Ab einer Zahl von 26 Anmeldungen für die Tagesbetreuung sind SchülerInnengruppen zu bilden.

Mit Genehmigung der Landesregierung kann eine Tagesbetreuung auch ab einer niedrigeren Eröffnungszahl eingerichtet werden. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Bedürfnisse von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn dadurch die vom Bund zur Verfügung gestellten LehrerInnenstunden nicht überschritten werden.

Für Sonderschulen beträgt die Mindestzahl der zur Tagesbetreuung angemeldeten SchülerIn ein Drittel und die Höchstzahl zwei Drittel der Klassenschülerhöchstzahl der betreffenden Schulart. Dies gilt hinsichtlich der KlassenschülerInnenhöchstzahl auch, wenn in einer anderen Schule ausschließlich Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zur Tagesbetreuung angemeldet sind. Die Landesregierung kann die Errichtung der Tagesbetreuung untersagen, wenn die vom Bund zur Verfügung gestellten LehrerInnenstunden nicht ausreichen.

Den Erziehungsberechtigten ist vor Ende der Anmeldemöglichkeit eine Information über die Einrichtung einer Tagesbetreuung zu geben, die die Beitragspflicht dafür mit einzuschließen hat. Bei den Absprachen für den vorläufigen Stellenplan ist die Zahl der angemeldeten Schüler bekannt zu geben. Der Betreuungsteil wird von LehrerInnen, ErzieherInnen und/oder FreizeitpädagogInnen durchgeführt und besteht aus

- der gegenstandsbezogenen Lernzeit, und/oder
- der individuellen Lernzeit sowie jedenfalls
- der Freizeit (einschließlich Einnahme der Verpflegung).

Die Betreuung erfolgt grundsätzlich von Montag bis Freitag und ist bis mindestens 16.00 Uhr anzubieten.

Der gesetzliche Schulerhalter (in der Regel die Gemeinde) hat die Möglichkeit, bei der Salzburger Landesregierung die Festlegung der Schule als ganztägige Schulform zu beantragen. Vor der Antragstellung sind die betroffenen Erziehungsberechtigten zu informieren. Lehrerinnen und Lehrer, Schulforum bzw. Schulgemeinschaftsausschuss sind ebenfalls einzubinden. Anschließend wird der Landesschulrat um Stellungnahme gebeten. Die Standortgenehmigung der Landesregierung kann nur erfolgen, wenn alle gesetzlichen Voraussetzungen – vor allem geeignete Räume, Personal, Mittagsverpflegung und Freizeitmöglichkeiten – gesichert erscheinen. Die tatsächliche Führung von Gruppen ist gesondert und alljährlich im Lehrerstellenplan zu beantragen.

Falls Sie Interesse an einer Nachmittagsbetreuung für Ihr Kind haben, besprechen Sie diese Frage am besten mit der Schulleitung oder treten an die zuständige Gemeinde heran.

Kosten

Für den Betreuungsteil haben die Erziehungsberechtigten dem gesetzlichen Schulerhalter einen monatlichen Beitrag (zehnmal pro Jahr) zuzüglich der Verpflegungskosten zu leisten. Bei einer Nachmittagsbetreuung von Montag bis einschließlich Freitag beträgt der Elternbeitrag derzeit 80 Euro pro Monat zuzüglich der Verpflegungskosten.

Ermäßigungen

Ermäßigungen aus sozialen Gründen können bei der Leitung der ganztägig geführten Schule beantragt werden, die Entscheidung darüber obliegt in der Regel dem Bürgermeister jener Gemeinde, in der sich die ganztägig geführte Schule befindet.

 

Auskünfte

Auskünfte zu allen ganztägigen Schulformen:

Land Salzburg, Abteilung 2: Bildung:

Mag.Dr. Günther Kößler, Tel. 0662 8042-2255

Informationen zur Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG über den Ausbau der ganztägigen Schulformen

 

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